Windchill
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Der Windchill (v. engl. wind chill „Windkühle“) beschreibt den Unterschied zwischen der gemessenen Lufttemperatur und der gefühlten Temperatur in Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit. Er ist damit ein Maß für die windbedingte Abkühlung eines Objektes, speziell eines Menschen und dessen Gesicht.
Dieser Effekt, selbst als wind chill factor bezeichnet, wird durch die konvektive Abführung (erzwungene Konvektion) hautnaher und damit relativ warmer Luft sowie der damit einhergehenden Erhöhung der Verdunstungsrate hervorgerufen. Die für den Phasenübergang des Wassers notwendige Energie wird dabei durch Wärmeleitung aus der Körperoberfläche abgezogen und kühlt diese dementsprechend. Der Wind hat daher die Wirkung, die Angleichung der Oberflächentemperatur des Körpers mit der Umgebungstemperatur der Luft zu beschleunigen, was Menschen als kühlend empfinden.
Zwar gilt dieser Effekt für jedwedes Objekt, das dem Wind ausgesetzt ist (also auch Pflanzen, andere Tiere, Gegenstände usw.), jedoch gelten für diese im Regelfall andere Bedingungen als für den Menschen. Die hierfür notwendigen gesonderten Formeln existieren aufgrund des Erstellungsaufwandes jedoch nicht, weshalb sich der Windchill fast immer auf den Menschen bezieht.
Bei hohen Temperaturen zeigt sich kein Windchill-Effekt, er wird daher nur für Temperaturen nahe oder unterhalb von 0 °C berechnet und bei höheren Temperaturen meist durch den Hitzeindex ersetzt.

